Das Geheimnis ist: es gibt keins.
Ja, man mag mich wegen dem Clickbait steinigen, Tatsache ist aber, dass jeder da draußen nach dem Geheimnis sucht, das ihm dabei hilft von der Couch in die Sportschuhe zu fallen.

Zugegeben, ich bin auch ein sehr fauler Mensch, aber mir sind die Vorzüge von Sport bewusst und, zum größten Teil, habe ich einfach meinen Sport gefunden.

Wo wir beim aller ersten wichtigsten Punkt wären: nicht alles macht Spaß.
Jeder ist anders. Du bist anders als ich, und das ist verdammt gut so. Wenn das nicht so wäre, würden wir alle Basketball spielen, laufen gehen nicht ab können und ein kaputtes Knie haben.
Es ist eine mühselige und lange Suche, aber ich verspreche euch: es gibt den richtigen Sport für jeden da draußen.
Viele Vereine bieten neben der Leistungssportabteilung auch ein Breitensportangebot Motivationan. Basketball, Fußball und Handball kann man auch mit organisierten Gruppen (Facebook und Co.) auf dem örtlichen Sportplatz spielen. Für laufen und Fahrrad fahren brauch man nur Schuhe, ein Rad und den Wald. Fürs Schwimmbad um die 4€ Bargeld und einen Badeanzug/Bikini oder eine Badehose. Am Material sollte es also nicht scheitern. Generell reichen den meisten Breitensportgruppen für den Anfang sowieso Sportklamotten und normale Sportschuhe. Die sollte jeder bei sich herumliegen haben.
Ich weiß es ist nicht leicht sich im eigenen Körper wohl genug zu fühlen um den Schritt ins Schwimmbad oder nach draußen zu machen, aber vielleicht hilft es dir, wenn du dich so einkleidest, dass du dich wohl fühlst. Du magst keine kurzen Hosen, weil du deine Beine nicht magst? Dann scheiß drauf und zieh die Jogginghose an! Du magst keine Tops, weil dir deine Arme nicht gefallen oder deine Brüste dir zu groß sind? Scheiß drauf, zieh ein T-Shirt an oder einen Pulli drüber! Niemand da draußen wird dich komisch anschauen, weil du in einem Pulli läufst. Das Instagram-Paradebeispiel mit knackenger Tight und super engem Shirt läuft da draußen zu 99,9% nicht rum. In meiner Joggerkarriere war ich mit meinen Sporthosen oder Laufsocken sogar meist schon overdressed. Du bist toll wie du bist, also leg dir bequeme Sachen zurecht in denen du dich wohlfühlst.

Außerdem brauchst du ein Ziel. Nein, keine Sorge, es soll nicht 40 Kilo abnehmen lauten, sondern kann schon als ich möchte mich besser fühlen seinen Zweck tun. Sport verändert mehr im Körper, als wir glauben. Sportlich aktive Menschen schlafen besser, können länger stehen, haben eine bessere und gesündere Stützmuskulatur, was man selbst bei 8 Stunden Büro am Tag direkt merkt. Außerdem fühlt man sich insgesamt besser. Die drei Stockwerke hoch zur Wohnung deiner Freundin? Wäre es nicht schön, wenn du danach nicht völlig aus der Puste bist? Wärst du nicht gerne morgens wacher und abends nicht so schnell müde? Mindestens zwei Tassen Kaffee kannst du aus deinem Alltag streichen, wenn du dich regelmäßig sportlich betätigst.
Sport bewirkt viel und trägt nicht umsonst viel zu unserer Gesundheit zu.

MotivationFür den Anfang gilt: wir alle fangen klein an. Erlaube dir ein Anfänger zu sein und versuche den Gedanken zu akzeptieren, dass man nicht als Profi startet. Ich akzeptiere wie du bist. Du solltest das auch versuchen. Versuchen ist Schritt eins, schaffen ist Schritt zwei. Ein Motto, das ich mir täglich bei Herausforderungen einrede.

Schreibe dir erfolgreiche Sportversuche/Einheiten auf. Ein Ich habe heute Sport gemacht. Ich bin sehr stolz auf mich! :) im Tagebuch oder auf einem Post-It bewirkt mehr, als wir denken. Durch schriftliches Festhalten festigen wir den positiven Bezug zu der Sache. Außerdem stärken wir die Akzeptanz unseres Erfolgs gegenüber und verstärken positiv eine recht kleine, aber wichtige Konditionierung (stark vereinfacht: antrainieren) unseres eigenen Verhaltens. In der Psychotherapie wird das oft mit Angstpatienten und Konfrontationsübungen gemacht. Wie auch beim Essen macht Achtsamkeit einiges aus. Sich selber unterstützen und versuchen stolz zu sein ist der erste Schritt um einen guten Bezug zum Sport aufzubauen. Dass das schwer ist, weiß ich, aber auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Ignoriere die 20km die dein Kumpel auf Facebook läuft, ignoriere die wundervollen flachen Bäuche der Mädels auf Instagram und fang mit einem Kilometer an, oder mit zwei. Oder versuche so lange es geht zu laufen ohne zu stoppen. Dabei solltest du dich nicht bis zum Kotzen ausreizen, aber vielleicht trotzdem hinterfragen, ob nicht noch ein bis zwei Minuten länger gehen. Einfach ein Gefühl dafür bekommen, was dein Körper eigentlich leisten kann.Motivation
Wenn du dir ein Streckenziel setzt, erlaube dir auch Pause zwischendurch. Besonders bei höheren Zielen ist das am Anfang wichtig. Ich brauche solche Pausen beim Laufen auch. Wichtig ist es hier auf den Körper zu hören und sich dem anzupassen. Brennen die Lungen? Lauf langsamer. Hast du Seitenstechen? Gehe ein paar Schritte und hebe die Arme. Die Beine schmerzen? Bleib stehen, stretche dich ein wenig und versuche ein wenig langsamer weiterzulaufen. Temporegulierung ist ganz, ganz wichtig. Apps wie Nike Running und Runtastic haben einen Tempomesser drin. Ich neige zB. dazu sehr schnell zu laufen, bin dafür aber super schnell kaputt. Ihr seht, viel bringen tut mir das nicht. Ich versuche bei einer gleichmäßigen Geschwindigkeit von sechs Minuten pro Kilometer zu bleiben. Das ist in der Laufwelt recht langsam, reicht mir aber vollkommen, weil ich mich damit nicht überstrapaziere. Für den Anfang solltest du um die sieben Minuten pro Kilometer anpeilen. Das ist ein lockeres Laufen, vielleicht musst du sogar schneller laufen fürs Wohlbefinden!

Dir sollte aber, bevor du irgendwas anfängst, bewusst sein, dass niemand von dir verlangt jeden Tag Sport zu machen. Da würde ich auch umfallen und bin ehrlich gesagt viel zu faul zu. Zweimal in der Woche Sport sind ein gutes Pensum für Jedermann und selbst ein mal in der Woche wird schon Wunder wirken – ist auf lange Zeit gesehen aber nicht empfehlenswert Dazu komme ich aber irgendwann mal beim Thema Trainingsprinzipien.

Viele werden sich fragen wofür man das überhaupt alles macht. Ich sehe Sport immer als Herausforderung. Ich möchte so fit wie möglich sein und so lange Sport machen, wie ich noch kann. Mit 14 hatte ich eine sehr schlimme Knieverletzung und fiel zwei Jahre im Sport vollkommen aus. Meine Psyche hat extrem gelitten, depressive Phasen und Gefühle gehörten zum Alltag, ohne einen negativen Einfluss von außen. In der Zeit ging sogar meine Angsterkrankung los. Ausschließlich die fehlenden Hormone im Körper haben mich enorm heruntergerissen.

Das wichtigstepexels-photo Argument für Sport und Anfangen ist, dass unser Körper Sport braucht. Unser Herz und unseren Lungen müssen gefordert werden um z.B. im Alter noch gut zu arbeiten. Außerdem brauch der Körper und die Psyche die Hormonausschüttung, die beim Sport passiert. Sein es sättigende Hormone, die Heißhungerattacken eindämmen können oder Hormone, die Fettzellen umprogrammieren um Energie auszuschütten anstatt Fett zu speichern.

Das letzte und wahrscheinlich wichtigste Steinchen im Sportgebilde ist die Suche nach Motivation. An dieser Stelle muss ich euch leider enttäuschen, denn die Wahrheit ist hart. Motivation wird euch nicht zufliegen. Sie wird euch nicht überkommen und ihr werdet nicht vom Sofa aufspringen und euch bereit fühlen Sport zu machen. Viele erleben einen Motivationsschub, wenn sie kurz vor dem Abgrund standen. Sei es durch Erkrankungen, Verletzungen oder starkem Gelenkbeschwerden, die einen dazu zwingen aktiv zu werden. Doch möchtest du wirklich auf diesen Schub warten? Möchtest du irgendwann merken Ich bin so kaputt und müde, ich muss was ändern!, oder möchtest du dem vorbeugen? Diese Frage solltest du dir gründlich stellen, vielleicht Videos dazu schauen, Blogs lesen und dich dann, hoffentlich, dafür entscheiden anzufangen, denn diese Entscheidung wird dir, so hart wie es klingt, niemand abnehmen. Aber es wird Leute geben, die dich dabei unterstützen, sei es die Instagram-Heldin, die motivierende Bilder postet, der Arzt, der dir sagt, dass es an der Zeit ist, Eltern, Freunde oder, ja, vielleicht sogar ich, wenn du das möchtest.

Ich habe jetzt ausschließlich das Beispiel laufen beschrieben, weil es viele als Anfang nehmen. Mir fällt das persönlich immer sehr schwer und ich muss mich sehr überwinden raus zu gehen. Quetsche es mittlerweile zweimal die Woche dazwischen, weil ich weiß, dass ich es in der Saison auf dem Basketballfeld brauche. Doch natürlich kannst du mit jeder anderen Sportart anfangen, solltest aber gucken, dass der Kardio-Teil (Laufen, Schwimmen, Rad fahren etc.) gut gedeckt ist. Der bringt das Herz in Schwung, stärkt die Lungen und baut, für die es relevant ist, auch am ehesten ein paar Kalorien ab.

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