Wer kennt es nicht? Die beste Freundin ernährt sich plötzlich Low Carb, Kohlenhydrate werden verteufelt und so wirklich was darüber wissen tut man nicht.

Direkt zu Anfang sei mal gesagt: sich ohne oder nur mit wenig Kohlenhydraten ernähren ist nicht ausgewogen. Das Ziel eines gesunden Körpers sollte eine ausgewogene Ernährung sein.

Doch was ist da eigentliche Ziel von Low Carb?
Low Carb ist das Prinzip durch einen geringe Kohlenhydrate-Zufuhr die Energiegewinnung auf die Fette umzulenken und so Gewicht zu verlieren. Der Metabolismus gewöhnt sich an diese Umstellung und erzeugt aus den Fettreserven körpereigene Energieträger.
Damit das einleuchtend ist, sollten wir uns ein mal kurz anschauen, wie die Energiegewinnung im Körper funktioniert. Keine Sorge, ich werde jetzt nicht mit ATP und ADP um mich schmeißen, das ist einfach nur unverständlich und würde uns allen nichts bringen.

img_6892Wir füttern unsere Energiespeicher mit Kohlenhydraten und Fetten. Die Kohlenhydrate liegen in der Schichtung quasi über den Fetten. So werden, wenn dein Körper Energie braucht, als Erstes die Kohlenhydrate abgebaut und ganz selten, kommt der Energieverbrauch sogar bis zu den Fetten. Dem Körper fällt es leichter aus Kohlenhydraten den zur Energiegewinnung benötigten Einfachzucker zu gewinnen.
Bei Low Carb, wird die Kohlenhydrat-Schicht quasi so dünn gemacht, dass sofort die Fettspeicher herhalten müssen. Ergo du verlierst Gewicht.
Ihr seht schon, dass Low Carb damit eine Hardcore Variante wäre um abzunehmen.
Jedoch kann man das ganze auch ein wenig anders triggern und auslösen.
Machst du lang genug Sport (45 Minuten – 1 1/2 Stunden) im Optimalfall Ausdauer bzw. Cardio Sport, geht deine Energiegewinnung automatisch an die Fette dran, da alle Kohlenhydrate aufgebraucht sind. Auch, wenn du dich am Tag völlig normal kohlenhydrathaltig ernährt hast.

Ich sehe unseren Körper ganz gerne als Maschine mit mehreren Kammern an. Drei wichtige Kammern müssen wir am Tag mit den Durchschnittswerten an Stoffen füllen. Es gibt Fette, Kohlenhydrate und Proteine. All diese drei Dinge brauchen wir in angemessenen Mengen um uns ausgewogen zu ernähren.
Wird eine Kammer nicht genügend gefüllt, kann der Körper sich zwar aus den anderen Kammern Energie klauen, gerät aber immer an einem anderen Ende in ein Defizit. Trainieren bzw. Ernähren mit Defiziten mag effizient sein, führt aber auf Dauer zu einem Ungleichgewicht im Körper.

Und egal, was die Fitness-Blogger und Wissenschaftler euch da draußen sagen, um effektiv abzunehmen, sind deine Diäten nötig. Kein Verzicht, keine besondere Menge an bestimmten Lebensmitteln und erst recht kein in den Defizit trainieren. Beim Abnehmen oder gesund leben, geht es ausschließlich um Menge, Ausgewogenheit und Sport.

Low CarbWie immer gibt es positive und negative Stimmen über Low Carb. Doch es bleibt die Tatsache, dass Low Carb nicht mal so zwischendurch durchgeführt werden müsste, sondern wenn überhaupt, dann auch langfristig. Denn wenn du die Ernährung umstellst und deinen Metabolismus auf Low Carb einstellst, wir die Umstellung wieder von Low Carb weg eine Schwierigkeit für ihn. Der Jojo-Effekt könnte hier durchaus auftreten.

Low Carb ist ein Prinzip, was für den normalen Sportler/Menschen zwischendurch recht gut funktioniert. Möchte man zum Beispiel die Wirkung seines Ausdauerlaufes noch verstärken, weil die 1-2 Kilo noch von der Waage sollen, kann man das tun, indem man am Lauftag möglichst wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt, damit die Energiegewinnung an den Fettreserven kratzt.
Als Dauerlösung würde ich es jedoch nicht empfehlen. Aber ein wenig tricksen, wie hier in dem Absatz beschrieben, ist durchaus mal erlaubt.

Apps die Lifesum, wo man Kalorien zählt, kann man die Anteile von Proteinen, Fett und Kohlenhydraten sehr gut kontrollieren. Bei mir sind die Kohlenhydrate häufig über der vorgeschriebenen Menge. Warum? Ich liebe halt Brot, Kartoffel und Nudeln!

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